Apple hat an diesem Mittwoch sein erstes faltbares Smartphone vorgestellt. Das iPhone Duo kommt im Unterschied zu den meisten anderen Konkurrenzprodukten im Passformat mit einem vergleichsweise breiten 5,4-Zoll-Außendisplay und einem Innendisplay, das sich über 7,6 Zoll erstreckt. Um das Innendisplay zu sehen, öffnet man beide Hälften aus Titan wie ein Buch. Das Dock des Homescreens ist nun vertikal angeordnet und liegt nicht mehr am unteren Bildschirmrand. In der günstigsten Version mit 256 Gigabyte Speicher kostet es 2.300 Euro. Mit zwei Terabyte Speicher sind es 3800 Euro.
Im Innern arbeiten der ebenfalls neu vorgestellte Prozessor A20 Pro und das hauseigene Mobilfunkmodem C2. Rückseitig gibt es eine 48-Megapixel-Hauptkamera und ein 48 Megapixel Ultraweitwinkel. Dazu kommen die Facetime-Kamera unter dem Innendisplay und die 12-Megapixel-Selfiekamera. Es fehlen neben einem Tele die biometrische Gesichtserkennung Face ID. Stattdessen kehrt der Fingerabdrucksensor zurück, den Apple Touch ID nennt. Er ist im Ein- und Ausschalter untergebracht. Der Apple Pencil lässt sich ab Ende des Jahres mit dem Duo verwenden.

Das iPhone Duo ist sehr schlank und misst zugeklappt nur wenige Millimeter. Die Falz des aufgeklappten Geräts soll dank eines speziellen Scharniers deutlich weniger sichtbar und fühlbar sein als bei bisherigen Foldables.
Faltbare Smartphones bieten Samsung, Google und andere Hersteller bereits seit Jahren an. Ihr Außendisplay ist meist schmaler, und sie sind höher als das iPhone Duo. Sie sind ein Nischenprodukt und deutlich teurer als konventionelle Smartphones. Der Vorteil besteht darin, dass sie aufgeklappt mit der größeren Bildfläche wie ein kleines Tablet nutzbar sind, etwa zum Lesen oder Betrachten von Filmen und Fotos.

Auf dem Innendisplay lassen sich zudem mehrere Anwendungen nebeneinander nutzen, was höhere Produktivität verspricht. Klappbare Displays haben den Nachteil, empfindlicher zu sein als eine herkömmliche Anzeige. Das Eindringen von Sand oder Staub in das Scharnier kann ein weiteres Problem sein. Das große Display verbraucht zudem mehr Strom.
Warum jetzt die E-Sim wichtig ist

Das iPhone Duo nutzt nur E-Sim, bietet einen Akku für 44 Stunden Videowiedergabe auf dem Außendisplay und ist Ende Oktober in Weiß oder Dunkelblau im Handel.
Künstliche Intelligenz nicht in der EU
Das Thema Künstliche Intelligenz hatte Apple zuletzt auf seiner Entwicklerkonferenz im Juni herausgestellt. Sie soll Zusammenhänge verstehen und mehrstufige Aufgaben bewältigen. Die KI arbeitet über verschiedene Apps und Dienste hinweg, und zwar auch mit den Anwendungen von Drittherstellern.

Mit den nunmehr an den Start gehenden neuen Betriebssystemen iOS 27, iPad OS 27 und Mac OS 27 liefert Apple die passende Software und spricht von einem persönlichen „Hub“ und der Integration aller Apple-Geräte. Abermals wird Apple Intelligence als besonders datenschutzfreundlich herausgestellt. Aber in der EU kommt die Künstliche Intelligenz auf iPhone und iPad zunächst nicht an, Grund ist wieder einmal die Regulierung.

Der neue Apple-Chef John Ternus leitete am Mittwoch zum ersten Mal eine Produktvorstellung, die auch in diesem Jahr aus einem vorab produzierten Film bestand. Der Hardware-Ingenieur übernimmt, und das erste große Produkt seiner Amtszeit ist das radikalste iPhone seit Jahren.
Was die variable Blende bei den iPhone 18 Pro bedeutet
Jenseits davon modernisiert Apple seine beiden iPhones mit gehobener Ausstattung. Die neuen 18 Pro und 18 Pro Max unterscheiden sich optisch nicht von den 17er-Versionen des Jahres 2025.
Wie gehabt gibt es zwei Bildschirmgrößen, 6,3 und 6,9 Zoll beim Pro Max. Erstmals verwendet Apple eine variable Blende. Sie erlaubt es, die Öffnung des Objektivs mechanisch zu ändern.

Dadurch lässt sich unter anderem steuern, wie viel Licht auf den Kamerasensor fällt, man hat also mehr Kontrolle über Licht und Schärfe. Was während der Präsentation gezeigt wurde, war beeindruckend. Der Fortschritt ist sofort sichtbar. Alle bisherigen iPhones arbeiten mit einer festen Blendenöffnung.

Eine variable Blende haben bereits einige Smartphones von Huawei und Xiaomi. In den Pro-Versionen kommen ebenfalls der A20 Pro und das C2-Modem sowie ein verbessertes Kühlsystem zum Einsatz. Der Akku des 18 Pro Max soll neue Laufzeitrekorde mit bis zu 45 Stunden Videowiedergabe aufstellen.
Angesichts der Speicherkrise erhöht Apple die Preise. Das iPhone 17 Pro mit 256 Gigabyte kostete bislang 1300 Euro. Das neue 18 Pro mit ebenso viel Speicher liegt nun bei 1450 Euro. Das 18 Pro Max mit dem größeren Bildschirm kostet mit 256 Gigabyte 1600 Euro. In der maximalen Ausstattung mit zwei Terabyte Speicher sind es 3000 Euro.
Die Apple Watch hört zu
Die Apple Watch und die Apple Watch Ultra kommen ebenfalls in einer überarbeiteten Version in den Handel. Sie sind nunmehr fit für Künstliche Intelligenz und bringen eine neue Funktion mit: eine auf Datenschutz ausgerichtete Tagesbilanz. Gespräche werden zusammengefasst, aber nicht aufgezeichnet. Alle nur denkbaren Tätigkeiten wie Reisen, Lesen, am Rechner arbeiten, Besprechungen, Fernsehen sind auch dabei.
Man erwarte schon vor dem Start energischen Protest der Datenschützer. Die Uhr soll zu einem zweiten Gedächtnis werden. Ob „Recaps“ auch in der EU läuft, steht noch nicht fest, sie startet zunächst nur in englischer Sprache.

Verbesserte Sensoren sollen die Herzfrequenz und andere Gesundheitsdaten präziser messen. Der Speicher wurde auf 128 Gigabyte verdoppelt, neue Gesundheits- und Fitnessfunktionen stehen bereit. Die Health-App wurde grundlegend überarbeitet. Die neue Audio Intelligence erfasst wichtige Geräusche in der Umgebung, um beispielsweise auf ein schreiendes Baby hinzuweisen.

Die Apple Watch Series 12 ist wie gehabt in zwei Größen erhältlich, 42 und 46 Millimeter. Das Gehäuse besteht aus Aluminium oder Titan und zusätzlich ist wieder einmal ein weißes Keramikgehäuse wie früher bei der Series 2, 3 und 5 erhältlich.
Die Preise für die Series 12 mit 42 Millimeter beginnen bei 450 Euro und reichen bis 1050 Euro für die Series 12 mit 46 Millimeter im Keramikgehäuse. Die Apple Watch Ultra 4 bleibt wie immer bei einer Größe, 49 Millimeter, sie kostet 900 Euro.
Airpods 5 mit verbesserter Geräuschunterdrückung
Die Ohrhörer Airpods ohne den Pro-Zusatz und ohne Ohraufsätze kommen in einer Version 5 mit verbessertem Klang, stärkerer aktiver Geräuschunterdrückung und Live-Übersetzung.

Die günstigste Version kostet 150 Euro. Eine teurere für 170 Euro hat eine Ladebox, die sich induktiv befüllen lässt und eine längere Laufzeit.

