Den »Fire-Fighter«, ein Löschfahrzeug, das 10.000 Liter Wasser mitführen und über Feuer sogar fahren kann, wollte sich Peter Berndgen eigentlich ganz in Ruhe ansehen, bei einem Termin, wo das neue Fahrzeug der freiwilligen Feuerwehr vorgestellt werden sollte. Berndgen ist Feuerwehrmann in Düren und auch Sprecher der Kreisfeuerwehr. Doch dann kam alles anders.
Am 13. August, Berndgen beendete gerade einen Einsatz, bekommt er Drohnenbilder von einem weiteren Brand zugeschickt, im Hürtgenwald in der Eifel. »Ich konnte es erst gar nicht glauben, meterhohe Flammen über den Baumkronen.« Berndgen fährt los. Keine 24 Stunden später wird der kleine Ort Gey vorsichtshalber evakuiert, weil die Flammen sich gefährlich nähern, und der Fire-Fighter, gerade erst vom Land gekauft, rückt an. Wenig später sind elf Löschhubschrauber im Einsatz und vier Bergepanzer der Bundeswehr. Hunderte Landwirte helfen mit Wassertanks, Grubbern und Pflügen, Feuerwehreinheiten wechseln im Zwölf-Stunden-Takt. Nach acht Tagen ist der Brand gelöscht. »Wir schicken aber noch Drohnen mit Wärmebildkameras, um Glutnester zu finden«, sagt Berndgen.
