Die Waldbrände in Frankreich und Spanien weiten sich aus. »Das Feuer hat sich im Laufe der vergangenen Nacht rasch
ausgebreitet«, teilten die zuständigen Behörden der Region Bordeaux mit. Rund um die französische Großstadt wurden weitere Menschen in Sicherheit gebracht.
Bauern meldeten sich derweil freiwillig, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. »Wir sind gekommen, um zu helfen, denn wenn es unsere Region wäre, würden wir uns wünschen, dass andere das Gleiche tun«, sagte der Landwirt Pascal Roudier. »Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe ist unsere Hilfe auch sehr willkommen.«
Insgesamt wurden im Südwesten Frankreichs 220.000 Menschen evakuiert. Die Brände waren Anfang der Woche ausgebrochen und hatten auch den beliebten Urlaubsort Cap Ferret in der Region Aquitanien erreicht.
Neues Feuer nahe Valencia
Auch in anderen europäischen Ländern wüten verheerende Brände. In Spanien hatte die Regierung am Samstag wegen Waldbränden in der Umgebung von Madrid den nationalen Notstand ausgerufen. Mehr als 70.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In der Region Valencia kam ein Mann ums Leben, wie das spanische Innenministerium mitteilte. Die Feuerwehr konnte das Feuer laut den Behörden unter Kontrolle bringen.
Währenddessen brennt ein neues Feuer nahe der spanischen Mittelmeerstadt Valencia. 15.000 Menschen waren von einem Evakuierungsaufruf betroffen. »Das Feuer übersteigt unsere Löschkapazitäten; es hat einen Umfang von etwa 21 Kilometern«, sagte Regionalpräsident Juanfran Pérez Llorca am Samstagabend. Noch sei es schwierig, die Größe der verbrannten Fläche zu bestimmen.
Wissenschaftler warnen, dass die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden erhöhen. Dürre und außergewöhnliche Hitze hatten die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet und erschwerten die Löscharbeiten.
