Wegen eines Waldbrandes bei Bad Schwalbach ist die Feuerwehr im Großeinsatz. Nach Angaben des Kreisbrandmeisters stehen mehr als 20.000 Quadratmeter Wald in Flammen – das entspricht einer Fläche von mehr als drei Fußballfeldern. Zuerst handelte es sich um einen sogenannten Waldvollbrand, bei dem große Waldflächen bis in die Baumkronen brennen. Der Brand sei bereits zu einem Bodenfeuer abgeschwächt.
Allerdings führen Wind und Funkenflug zur Entstehung immer weiterer sogenannter Spotfeuer, die sich an mehreren Orten zu weiteren Brandstellen entwickelt haben. Das Einsatzgebiet wird laut Feuerwehr fortlaufend mit Drohnen auf weitere Feuer kontrolliert.
Währenddessen weist die Feuerwehr darauf hin, dass die Rauchentwicklung weithin sichtbar ist und rund um den Ortsteil Hettenhain zahlreiche Einsatzfahrzeuge unterwegs sind. Privatleute sollten die Straßen möglichst meiden.
Derweil werden bei den Lösch- und Nachlöscharbeiten die vom Feuer geschädigten Fichten für die Helfer zur Gefahr: Die Bäume könnten unvermittelt umstürzen.

Auch wegen der Lage der Brandstelle im Wald gestalten sich die Löscharbeiten schwierig. Sie sei schwer zugänglich, was auch die Versorgung mit Wasser und den Aufbau der Wasserversorgung erschwert.
Bis in den Abend hinein wurden bis zu 450 Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Rheingau-Taunus-Kreis zum Einsatz herangezogen. Anfänglich unterstützte auch ein Löschhubschrauber die Einsatzkräfte, er wurde aber aus Sicherheitsgründen wieder abgezogen. Eine Einsatzkraft erlitt bei den Löscharbeiten einen Hitzekollaps und wurde leicht verletzt.
Eine Gefahr für Menschen bestehe derzeit nicht. Der Brand sei noch weit von bewohnten Gebieten entfernt. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar.
