Das TV-Duell in Sachsen-Anhalt zwischen CDU und AfD wird zu einer hitzigen und überraschenden Debatte, die zeigt: Schulze kann kämpfen, und Siegmund gerät ins Schwimmen.
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Es geht an diesem Fernsehabend ziemlich unmittelbar zur Sache, Sven Schulze in der schwarzen Ecke, Ulrich Siegmund in der blauen, und dann let’s get ready to rumble beim politischen Preisboxen im Landesfunkhaus. Und weil ebenso schnell Sätze und Fetzen fliegen, soll auch das Vorgeplänkel in dieser Nachbetrachtung auf das Nötige begrenzt bleiben.
Eineinhalb Wochen vor den offenbar gefürchtetsten Landtagswahlen der bundesdeutschen Geschichte erscheint am Mittwoch zunächst eine letzte große Umfrage. Die AfD von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund steht darin bei 42, die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze bei 22 Prozent. In den persönlichen Werten liegt Schulze zwar vor seinem aussichtsreichen Herausforderer, das ändert allerdings nichts an der klaren Zwischenbilanz bis dahin. Der AfD ist es in einem höchst professionellen Wahlkampf gelungen, auf der Basis sehr gut besuchter realer Veranstaltungen eine digitale Übermacht von Bildern zu erzeugen, die die Botschaft ausbringen: Wir sind viele, wir werden immer mehr, wir werden siegen. Und danach? »Alles ist möglich«, verspricht die AfD mit ihrer Kampagne.
