
Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026
So hat Mecklenburg-Vorpommern gewählt
Zuletzt aktualisiert: 20.09.2026, 18:00 Uhr
In Mecklenburg-Vorpommern ergibt sich nach der Wahl ein etwas anderes Bild als zuletzt in Sachsen-Anhalt. Welche Bündnisse sind möglich? Wer hat welchen Wahlkreis gewonnen? Ein Überblick.
Lange lag in Mecklenburg-Vorpommern die AfD in den Umfragen vorne. Doch in den Wochen vor der Wahl legte die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ein erstaunliches Comeback hin, es kam zu einer Duellsituation zwischen ihr und ihrem Herausforderer Leif-Erik Holm. Eine absolute Mehrheit ist aber weder für die SPD noch für die AfD in Sicht, sodass die kleineren Parteien entscheidend sein könnten.
Kommen die Grünen in den Landtag, kann Schwesig sich Hoffnungen machen, zusammen mit diesen und ihrem bisherigen Partner, der Linkspartei, weiterzuregieren. Auch ein Bündnis aus SPD, CDU und Grünen könnte über eine knappe Mehrheit im Landtag verfügen. Holm hatte sich vor der Landtagswahl bereit gezeigt, mit allen Parteien über eine Koalition zu sprechen. Allerdings haben SPD, Linke, CDU, Grüne, BSW und FDP einer Koalition mit der AfD bereits eine Absage erteilt. Das BSW erklärte sich aber grundsätzlich zu Gesprächen bereit und zu einer möglichen Unterstützung „in der Sache“. Scheitern die Grünen oder andere Parteien an der Fünfprozenthürde, wären auch Minderheitsregierungen oder ein Bündnis aus SPD und CDU denkbar.
Jeder Wähler in Mecklenburg-Vorpommern hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird in 36 Wahlkreisen ein Kandidat direkt in das Landesparlament gewählt. Mit der Zweitstimme wählen die Wahlberechtigten eine Partei und bestimmen so über die Verteilung der Mandate.
Nach jeder Wahl blicken die Parteien auf die Wählerwanderung. An wen haben sie Wähler verloren, von woher haben sie Wähler gewonnen? Daraus versuchen sie Schlüsse zu ziehen und überlegen, wie sie möglicherweise ihren Kurs ändern müssen.
Rund 1,3 Millionen Menschen dürfen laut Landeswahlleitung darüber abstimmen, welche Parteien und Personen für sie künftig im Schweriner Landtag sitzen. Neu ist in diesem Jahr, dass schon von 16 Jahren an gewählt werden darf. 2021 lag die Wahlbeteiligung bei 70,8 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2025 wählten 79,5 Prozent der Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern. Bei Landtagswahlen ist die Wahlbeteiligung in den meisten Fällen niedriger als bei Bundestagswahlen.
Die SPD regiert in Mecklenburg-Vorpommern seit 1994 und stellt seit 1998 den Regierungschef. Schwesig ist seit neun Jahren Ministerpräsidentin, zuvor war sie Familienministerin im Bund. Zuerst war die CDU ihre Koalitionspartnerin, dann die Linkspartei.
