
Die dritte Etappe der 81. Vuelta ist am Schlussanstieg wegen eines heftigen Unwetters abgebrochen worden. Das gaben die Veranstalter der Rad-Rundfahrt bekannt. Aufgrund der Wetterbedingungen sei es unmöglich gewesen, die Fahrt ins französische Font-Romeu in den Pyrenäen fortzusetzen. Das Rennen war 15 Kilometer vor der ersten Bergankunft der Spanien-Rundfahrt neutralisiert worden.
„Aus Sicherheitsgründen“ sei die Etappe aufgrund von Hagel und Unwetter abgesagt worden, teilten die Veranstalter auf der Plattform X weiter mit. „Es wird keinen Sieger und keine Siegerehrung geben.“
TV-Bilder zeigten heftigen Regen samt großen Hagelkörnern, die auf die Rennfahrer einprasselten. Andere Bilder zeigten frierende Radprofis, die Schutz an und in Gebäuden suchten und sich zitternd Jacken überstreiften. Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar setzte sich an der Spitze des verbliebenen Feldes – andere Fahrer hatten schon früher angehalten – mit Armbewegungen dafür ein, dass die Fahrer anhielten.
Unwetter begleiteten rund die letzten 25 der 174 Kilometer zwischen Gruissan und Font Romeu. Zeitweise waren bei der TV-Übertragung von den Profis keine aktuellen Bilder mehr zu sehen. In der Gesamtwertung steht weiter Pogacar vorn, der Gewinner des Auftaktzeitfahrens in Monaco und Tagesdritte des Vortags. Er will mit dem Sieg bei der Vuelta eine der wenigen verbliebenen Lücken in seiner erfolgreichen Vita schließen.
Am vierten Tag steht für die Radprofis eine anspruchsvolle Gebirgsetappe mit Start und Ziel im Zwergstaat Andorra bevor. Drei Anstiege der ersten Kategorie warten dabei unter anderem auf Pogacar und Co. Erst am fünften Vuelta-Tag geht es auf spanischem Territorium los. Die Rundfahrt endet am 13. September in Granada.
