Vertrauensfrage, Minderheitsregierung, Neuwahlen – das sind Begriffe, die inzwischen nahezu täglich mit einer Selbstverständlichkeit durch Talkshows, Fraktionsflure und Redaktionskonferenzen geistern, dass man sich fragt, ob sie die Wirklichkeit noch beschreiben oder womöglich schon erzeugen. Als würde Politik nicht mehr gemacht, sondern nur noch passieren.
In mehreren Fernsehauftritten sieht sich der Kanzler genötigt, klarzustellen, was in einer funktionierenden Regierung keiner Klarstellung bedarf: Er sehe keinen Anlass, die Vertrauensfrage zu stellen. Er suche keine anderen Mehrheiten.
