Die Nato hat zu Beginn des Gipfels in Ankara angekündigt, ihre Flotte an Aufklärungs- und Transportflugzeugen erneuern zu wollen. Das Militärbündnis setzt dabei auf europäische Produktion: So will die Nato vom schwedischen Saab-Konzern zehn neue Aufklärungsflugzeuge des Typs GlobalEye kaufen – und nicht Boeing E-7A-Maschinen aus den USA, wie es ursprünglich geplant gewesen ist. Die Flotte an Transportflugzeugen soll zudem mit neuen Airbus A400M- und einem Tankflugzeug des Typs Airbus A330MRTT verstärkt werden, also ebenfalls von einem europäischen Hersteller stammen.
Die Beschaffung der Aufklärungsmaschinen solle sicherstellen, dass die »von der Nato betriebenen und kontrollierten Überwachungs- und Frühwarnfähigkeiten über Jahrzehnte hinweg stark und glaubwürdig bleiben«, sagte Generalsekretär Mark Rutte in der türkischen Hauptstadt. Laut dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson sollen die Maschinen die Fähigkeit der Nato stärken, »Aggression abzuschrecken, verbündetes Gebiet zu verteidigen und die Freiheit und Sicherheit von nahezu einer Milliarde Bürger zu schützen«.
Die derzeitige Flotte der Nato-Aufklärungsflugzeuge vom US-Typ Boeing E3 AWACS wird 2035 außer Dienst gestellt. An dem neuen Projekt beteiligen sich neben Deutschland auch Belgien, Kanada, Dänemark, Lettland, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Rumänien und Schweden. Der schwedische Hersteller Saab teilte mit, die ersten Flugzeuge im Wert von jeweils knapp 400 Millionen Euro würden 2030 geliefert.
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