
Hessische Ermittler haben in Frankfurt mutmaßlich einen Auftragsmord verhindert, der offenbar schon im Detail geplant war und kurz davor stand, ausgeführt zu werden. Das teilten das Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden sowie das Frankfurter Zollfahndungsamt mit. Demnach war die Tat am vergangenen Freitag in der Frankfurter Innenstadt geplant. Die Polizei nahm fünf Personen fest, darunter den mutmaßlichen Schützen.
Bei Durchsuchungen stellten die Beamten zwei scharfe Schusswaffen, 50 Schuss Munition und weitere „tatrelevante Gegenstände“ sicher, die von der Polizei nicht näher benannt wurden. Zudem wurden rund 300 Gramm Haschisch gefunden. Die festgenommenen Männer seien im Alter von 18 bis 19 Jahren. Dem Vernehmen nach soll es sich um Afghanen handeln, die im Rauschgifthandel tätig seien.
Mindestens eine Person sollte getötet werden
Auf die Spur der Täter sind die Fahnder durch „kriminaltaktische“ Ermittlungen gekommen, wie es in der Mitteilung des Landeskriminalamtes weiter hieß. So hätten die Fahnder von Zoll und Polizei durch ein laufendes Ermittlungsverfahren die Information erhalten, dass die Gruppierung plane, mindestens eine Person durch einen beauftragten Schützen erschießen zu lassen. „Die Tat sollte von dem Auftragsschützen mittels einer Videobrille aufgezeichnet werden“, teilte das LKA mit. Unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften hätten die Behörden die offenbar unmittelbar bevorstehende Tat verhindern können.
Die festgenommenen Tatverdächtigen wurden am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Wiesbaden vorgeführt, der für die fünf Männer Untersuchungshaft anordnete. Die weiteren Ermittlungen in dem Fall werden nun durch die Staatsanwaltschaft Wiesbaden, das Zollfahndungsamt Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt geführt.
