Nach dem Einsturz einer Kita in Wolfsburg ist kein Asbest in den Trümmern festgestellt worden. Das haben labortechnische Untersuchungen ergeben, wie der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen als Träger der Einrichtung unter Berufung auf die Polizei mitteilte.
Bei der Suche nach der Ursache der Explosion, die das Gebäude weitgehend zerstört hatte, wurden auf Anweisung der Staatsanwaltschaft auch Materialproben entnommen. In den kommenden Wochen sollen Sachverständige und Baustatiker das eingestürzte Kinder- und Familienzentrum untersuchen. Verletzt wurde bei dem Unglück niemand.
Gebäude durch Explosion weitgehend zerstört
Nach Meldungen über einen lauten Knall am 20. September hatten Einsatzkräfte ein weitgehend zerstörtes Gebäude vorgefunden. Etwa ein Drittel war eingestürzt, der Rest wurde als stark einsturzgefährdet eingeschätzt. Der Schaden wurde zunächst mit einer hohen sechsstelligen Summe beziffert.
Für die Aufräumarbeiten dürfte schweres Gerät nötig sein. Aber nach Angaben der Polizei muss noch geklärt werden, welches Baufahrzeug überhaupt in Betracht kommt und wann die Arbeiten beginnen können. Bislang geht die Polizei von einer Gasexplosion aus.
Gelände kann noch nicht abgeräumt werden
Eine Abräumung sei also auch jetzt noch nicht möglich, sagte Superintendent Christian Berndt. Auch verlässliche Aussagen zur langfristigen Zukunft der Einrichtung seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Die Kinder, die in dem Zentrum Martin-Luther am Schachtweg sonst betreut wurden, sind auf andere Einrichtungen in der Stadt verteilt worden.
© dpa-infocom, dpa:261003-930-783920/1
