
Speerwerfer Julian Weber hat einen Monat nach seinem EM-Titel keinen weiteren Sieg bejubeln können. Der zweimalige Europameister reihte sich bei der Premiere der Ultimate Championship in Budapest trotz anfänglicher Führung letztlich mit 85,89 Metern auf dem dritten Platz ein. Dafür kassierte der 32-Jährige immerhin noch ein Preisgeld in Höhe von 40.000 US-Dollar (etwa 35.000 Euro).
Der Sieg und 150.000 Dollar (etwa 129.300 Euro) gingen an Rumesh Pathirage aus Sri Lanka, der den Speer auf 91,09 Meter schleuderte. Bei der WM vor drei Jahren an derselben Stelle hatte sich Weber mit Platz vier zufriedengeben müssen. „Es ist ja im Prinzip eine WM gewesen, dritter Platz, meine erste Medaillenposition – alles cool“, sagte Weber.
Agyekum mit deutlich verbessertem deutschen Rekord
Zuvor hatte der EM-Zweite Emil Agyekum wieder einen deutschen Rekord bejubelt. Der 27-Jährige kam über 400 Meter Hürden nach 47,10 Sekunden ins Ziel. Im Juli hatte er bei einem Meeting in London den 44 Jahre alten deutschen Rekord von Harald Schmid mit einer Zeit von 47,45 Sekunden um drei Hundertstelsekunden verbessert. Jetzt legte er imposant nach. Der deutsche 1500-Meter-Rekordhalter Robert Farken ging mutig an, belegte beim Sieg von Favorit Josh Kerr (Großbritannien) den elften Platz.
In Ungarns Hauptstadt reichte die Topleistung von Agyekum zu Rang vier, der mit 25.000 US-Dollar (rund 21.500 Euro) entlohnt wird. Der Sieg ging an den favorisierten Brasilianer Alison Dos Santos in 45,98 Sekunden.
Für Show-Momente beim neuen Event sorgte der Italiener Gianmarco Tamberi, der einen begeisternden Hochsprung mit 2,37 Metern gewann. Nach seinem Sieg über 100 Meter gewann der Amerikaner Kenneth Bednarek in 19,52 Sekunden auch über die 200 Meter. Bei den Frauen legte Melissa Jefferson-Wooden (USA) nach dem 100-Meter-Erfolg über 200 Meter in 21,47 mit der drittbesten Zeit überhaupt nach.
Für das beste deutsche Ergebnis im Stadion am Donauufer hatte Hammerwerfer Merlin Hummel zum Auftakt gesorgt. Der 24-Jährige sicherte sich den Sieg und insgesamt 150.000 US-Dollar Preisgeld. Insgesamt schüttet der Weltverband zehn Millionen US-Dollar (rund 8,6 Millionen Euro) aus. In zwei Jahren soll die nächste Ultimate Championship stattfinden. Der Ort ist noch offen.
