Es war nie so leicht wie heute, reich zu werden, sagt der Soziologe Thomas Druyen. Hier erklärt er, was Reichtum ausmacht, ob dieser
wirklich nur noch vererbt statt erarbeitet wird – und weshalb es gefährlich ist, wenn wenige Menschen sehr viel besitzen.
DIE ZEIT: Bevor wir darüber reden, wie man reich wird:
Ab wann ist man überhaupt reich?
Thomas Druyen: Reichtum ist eine relative Größe. Eine Million Euro sind für jemanden in
Dakar unglaublich viel Geld, in Zürich ist das recht wenig. Ich forsche nun
seit mehr als 25 Jahren zu Reichtum und muss ehrlich sagen: Es gibt immer noch
keine verbindliche Definition.
