In Deutschland leben einer Studie zufolge immer weniger Menschen in den eigenen vier Wänden. Die Eigentumsquote liege hierzulande bei 43,5 Prozent und sei damit so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr, berichtete die Augsburger Allgemeine unter Berufung auf eine Studie des Pestel-Instituts. Im europäischen Vergleich liege Deutschland auf dem letzten Platz, sagte Institutsleiter Matthias Günther. Als Hauptgründe nannte er hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und die Wohnungsbaupolitik der vergangenen Jahre.
»Selbst dort, wo die Kaufpreise für Immobilien stagnieren oder sinken, sind sogar Doppelverdiener mit Durchschnittseinkommen kaum in der Lage, sich eigene vier Wände zuzulegen«, sagte Günther. Demnach stiegen die Herstellungskosten für Wohnungen seit dem Jahr 2000 um 160 Prozent, während die allgemeinen Verbraucherpreise nur um 64 Prozent zulegten.
Die Folgen spüren laut Günther vor allem jüngere Menschen. Sie könnten ihren Wunsch vom selbst genutzten Wohneigentum kaum noch umsetzen. Fast drei Viertel der 25- bis 45-Jährigen wohnen der Studie zufolge derzeit zur Miete.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
