Auf Kuba ist erneut im ganzen Land der Strom ausgefallen. Das Energieministerium teilte mit, dass das nationale Stromnetz vollständig zusammengebrochen sei. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung seien sofort begonnen worden.
Später teilte das Ministerium mit, dass eine Störung in einem Block eines Wärmekraftwerks den Ausfall verursacht habe. In mehreren Regionen werde der Strom inzwischen schrittweise wieder eingeschaltet. Bereits am Freitag und am Montag der vergangenen Woche hatte es auf der Karibikinsel landesweite Stromausfälle gegeben.
Kuba steckt seit Langem in einer schweren Energiekrise. Viele Kraftwerke sind veraltet und fallen häufig aus. Außerdem fehlt oft der Treibstoff, um genügend Strom zu erzeugen. Die Regierung macht dafür unter anderem das US-Handelsembargo und weitere Sanktionen der USA verantwortlich.
US-Präsident Donald Trump hatte Ländern, die Öl nach Kuba exportieren, zuletzt im Januar mit zusätzlichen Zöllen gedroht, woraufhin die Treibstofflieferungen aus dem Ausland nahezu zum Erliegen kamen. Die Insel kann nur einen Teil ihres Ölbedarfs decken. Die Regierung in Washington versucht mit verschiedenen Druckmaßnahmen, eine wirtschaftliche und politische Öffnung der Insel nach US-Vorstellungen zu erzwingen. Erst am Montag setzten die USA unter anderem das für die kubanische Wirtschaft wichtige Tourismusministerium auf eine Sanktionsliste.
