DIE ZEIT: Frau Dröge, Ihre Partei schlägt angesichts der stark gestiegenen Preise für Benzin und Diesel ein Tempolimit vor. Was soll das bringen?

Katharina Dröge: Wir haben es ökonomisch betrachtet mit einem Angebotsschock zu tun. Dass durch die Straße von Hormus kaum mehr Schiffe fahren, hat die Menge an Öl verknappt, die auf den Weltmärkten verkauft wird. Ein Tempolimit ist eine sehr effektive, kurzfristige Möglichkeit, um Sprit einzusparen. Das sagt auch der Chef der Internationalen Energieagentur, der eindringlich darum gebeten hat, dass alle Länder auf der Welt mithelfen beim Energiesparen. Mein Gefühl ist: Die Bundesregierung schreckt davor zurück, den Bürgerinnen und Bürgern den Ernst der Lage zu erklären.