Die Grünen dringen nach dem Vorfall in Leipzig auf Beratungen des Nationalen Sicherheitsrats. Das Gremium wurde geschaffen, um rasch auf Bedrohungen reagieren zu können.
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Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle fordern die Grünen im Bundestag eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrates. Dieser müsse umgehend zusammenkommen, um über die Lage und die notwendigen Konsequenzen daraus zu beraten, sagte Fraktionschefin Katharina Dröge der Deutschen Presse-Agentur (DPA). In einer solch ernsten Situation dürften auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nicht fehlen.
Die schwarz-rote Bundesregierung hatte den Nationalen Sicherheitsrat im vergangenen Jahr gegründet, um auf Krisen und Bedrohungen aller Art schnell und effektiv reagieren zu können. Neben Mitgliedern der Bundesregierung und Sicherheitsbehörden können auch Vertreter der Länder eingeladen werden.
Die Entdeckung einer Drohne mit Sprengvorrichtung auf der Start- und Landebahn Südpiste am Flughafen Leipzig/Halle brachte in der Nacht zum Mittwoch zeitweise den Flugbetrieb zum Erliegen. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach auf einer Pressekonferenz in Leipzig von einem »hybriden Anschlagsszenario« und schloss auch »fremde Mächte« als Drahtzieher nicht aus.
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