Sport vereint, heißt es. Herkunft und Status sind egal, elf Freunde müsst ihr sein, alle arbeiten gemeinsam für dasselbe Ziel. Es stimmt ja auch: Sport hat das Potenzial, Menschen zusammenzubringen, auf dem Feld oder auf der Couch. Und wer zusammenkommt, kommt sich näher. Allerdings kann auch das Gegenteil passieren.
Dass sich Sport nicht nur positiv auf den Zusammenhalt auswirkt, haben drei Forscher von Universitäten aus Südkorea, Indien und den USA in einer Studie gezeigt, die gerade im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht wurde. Sie wollten wissen, ob das Schauen verschiedenster Sportarten das verstärkt, was Psychologen Nullsummendenken nennen. Nach dieser Denke ist alles nur in begrenztem Umfang verfügbar – ein knappes Gut. Auch Erfolg oder Wohlstand. Hat nun eine Person, ein Land, eine Gruppe Erfolg, müsse zwangsläufig eine andere Partei Misserfolg haben. In Summe ergibt das: null.
