Es müsse mehr getan werden, um die Grenzen der Europäischen Union an kritischen Punkten zu stärken, schreibt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. In dem Schreiben vom 3. August bekräftigte von der Leyen die Unterstützung der EU für Spanien im Kampf gegen die illegale Einwanderung, merkte aber gleichzeitig an, dass noch mehr getan werden müsse.
Von der Leyen schrieb den Brief, nachdem Zehntausende Migranten in der vergangenen Woche über die marokkanische Grenze in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika gelangt waren. Dabei kamen nach Angaben Spaniens mindestens 72 Menschen ums Leben.
Die Innenminister der Europäischen Union werden am Dienstag per Videokonferenz Gespräche über einen verbesserten Grenzschutz führen. Das Online-Treffen wurde auf Verlangen von 22 der 27 EU-Staats- und Regierungschefs anberaumt. »Es geht natürlich darum, darüber zu sprechen, dass sich solche Dinge nicht wiederholen«, sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hill in Berlin mit Blick auf Beratungen der EU-Innenminister. Der Vorfall habe gezeigt, »wie volatil die Lage beim Thema Migration ist«. Deshalb werde über den Schutz und die Kontrolle der EU-Außengrenzen gesprochen, sagte Hille, ohne sich zu Details zu äußern.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
