Im Ballsaal
des Shangri-La-Hotels in Singapur hat der amerikanische Kriegsminister Pete Hegseth heute Morgen seinen Verbündeten eine Predigt gehalten – und das Zuhören
war schwer zu ertragen. Vorne stand, mit gegelter Frisur und einem Stars-and-Stripes-Einstecktuch in der
Anzugtasche, ein reichlich unglaubwürdiger Wanderprediger der Wehrhaftigkeit.
Seine Botschaft beim wichtigsten Militärtreffen Asiens lautete in Kürze: Die
USA haben auch im Pazifikraum keine Geduld mehr für Bündnispartner, die nicht
massiv in ihr Militär investieren – am liebsten mit Waffen direkt aus
amerikanischen Fabriken.
