Werden Palästinenser
in israelischem Gewahrsam in großer Zahl, geradezu gewohnheitsmäßig, sexuell
misshandelt? Das hat zumindest Nicholas Kristof, Kolumnist der New York Times, Anfang der
Woche in einem Artikel behauptet. »Palästinenser«, schreibt Kristof, »haben mir von
einem Muster verbreiteter israelischer sexueller Gewalt gegen Männer, Frauen
und sogar Kinder berichtet – durch Soldaten, Siedler, Vernehmer des
Inlandsgeheimdienstes Shin Bet und, vor allem, Gefängniswärter.«
Die
Misshandlungen, die Kristofs Gewährsleute und von ihm zitierte
Nichtregierungsorganisationen beschreiben, reichen von schmerzhaften
Griffen in den Genitalbereich über die anale Penetration mit Gegenständen bis zur
Vergewaltigung durch eigens dafür trainierte Hunde. Kristof gibt an, für seinen Artikel mit 14 betroffenen Männern und Frauen
gesprochen zu haben.
