Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 32/2026.
Jedem Anfang wohnt ein Schauder inne. Jedes Schreiben beginnt mit dem bangen Blick auf ein leeres Blatt – früher an der Schreibmaschine, in der ein weißes Papier klemmte, das sich oben wie eine Locke leicht nach hinten bog, heute am Laptop, in dem das geöffnete »Neue Dokument« ungeduldig leuchtend auf seine Befüllung wartet.
»Am Anfang war das Wort«? Na ja. Am Anfang war – zumindest für uns Menschen – doch immer die eine große Frage: Wie beginnen? Mit dem Naheliegenden, dem Persönlichen? Oder doch lieber mit einem Zitat, weil uns das ein paar Sekunden Zeit lässt, um die ersten eigenen Gedanken zu formulieren? Soll man sich mit den ersten Sätzen dem Thema besser langsam nähern wie eine Katze, die ein Mauseloch umstreicht? Oder lieber direkt zupacken und den ersten Wortfetzen im Kopf ergreifen wie ein herabstürzender Bussard?
