Am Tag vor dem Nato-Gipfel in der Türkei hat Russland die nächste schwere
Angriffswelle auf ukrainische Städte durchgeführt. Kurz nach Mitternacht
löste die Flugabwehr in fast allen Landesregionen Luftalarm aus, aus
Kyjiw wurden heftige Explosionen gemeldet.
Behörden und Medien
berichteten über zahlreiche Einschläge in der Hauptstadt und ihren
Vororten. Mindestens sieben
Menschen wurden getötet und zwei Dutzend Menschen verletzt. Mehrere Gebäude wurden beschädigt. Tausende Anwohnerinnen und Anwohner seien vor den Angriffen in U-Bahn-Stationen geflohen, berichtete das
Nachrichtenportal The Kyiv Independent.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Abend in einer Videobotschaft
davor gewarnt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin noch vor Beginn
des Nato-Gipfels in der Türkei am Dienstag eine weitere Welle schwerer
Luftangriffe befehlen könnte. Dabei berief er sich auf Informationen des
ukrainischen Geheimdienstes. »Das entspricht ganz Putins Art –
unmittelbar nach dem amerikanischen Unabhängigkeitstag (am 4. Juli) und
vor dem Nato-Gipfel in Ankara« wolle er »noch mehr Unheil anrichten und
Menschen töten«, sagte Selenskyj.
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