Die jemenitische Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer beschossen. Damit setzte sie laut ihrer Darstellung eine kürzlich verhängte Seeblockade gegen Saudi-Arabien durch.
Die mit dem Iran verbündete Miliz teilte mit, die Schiffe Encelia und Layla seien mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen worden. Dabei habe es sich um eine »gezielte militärische
Operation gegen zwei saudi-arabische Öltanker«, gehandelt, welche »die Blockade
verletzt hatten«. Auf beiden Schiffen brach demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden.
Die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur meldete, der Bug der Encelia sei nach einem Angriff im Roten Meer in Brand geraten. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) bestätigte die Angaben unter Berufung auf den Kapitän des Schiffs. Verletzte gab es demnach nicht. Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO rund 130 Kilometer südwestlich des saudi-arabischen Küstenorts Al-Schukaik.
Am Montag hatten die Huthis ein »Verbot der Schifffahrt« für Saudi-Arabien angekündigt. Kurz zuvor hatte es eine neue bewaffnete Konfrontation zwischen der Miliz und dem benachbarten Königreich gegeben.
Seit mehr als zehn Jahren befinden sich die Huthis im Krieg mit der international anerkannten jemenitischen Regierung. 2015 trat eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition in den Konflikt ein. In den vergangenen Jahren galt in dem Krieg eine Waffenruhe.
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