Die USA haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump riesige Ölvorkommen in Venezuela gesichert. Mit der Vereinbarung bringen die USA mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven unter ihre Kontrolle, wie Trump auf der Plattform Truth Social mitteilte. Eine Bestätigung aus Venezuela lag zunächst nicht vor.
Wie Trump weiter mitteilte, wurde die Vereinbarung in Absprache mit der geschäftsführenden Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, geschlossen. Zudem sei die Privatwirtschaft an der Vereinbarung beteiligt. Nähere Details zu der Vereinbarung waren zunächst nicht bekannt.
Trump sagte, mit der Vereinbarung werde sich die Menge der US-Vorkommen mehr als verdoppeln. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA verfügten die USA Ende 2024 über Vorkommen von 46 Milliarden Barrel. Allerdings sind darin nicht nur Rohöl, sondern auch das Kondensat enthalten, das bei der Förderung aus dem Bohrloch gewonnen wird.
USA übten Druck auf Venezuela aus
Anfang des Jahres hatten US-Spezialkräfte den langjährigen Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, gefangengenommen. Die USA klagten ihn und seine Ehefrau Cilia Flores unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» an. Von Kritikern wurde das Vorgehen als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet.
Venezuela wird nun von der früheren Vizepräsidentin Rodríguez als geschäftsführender Präsidentin geführt. Sie arbeitet mit Washington seit Längerem unter anderem in Erdölfragen zusammen.
Trumps Regierung will die großen Ölvorkommen des Landes zugunsten der USA nutzen und hatte erheblichen Einfluss auf die venezolanische Ölindustrie und Politik ausgeübt. Venezuela hat die größten nachgewiesenen Erdölvorkommen der Welt. Trump steht zudem innenpolitisch unter Druck, weil der andauernde Iran-Krieg die Benzinpreise auch in den USA in die Höhe treibt.
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