Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig
(SPD) hat sich der Kritik an einer Abschaffung der abschlagsfreien Rente für
besonders langjährig Versicherte angeschlossen. Der Osten wäre davon
angesichts der dort typischen Erwerbsbiografie »sehr stark« betroffen,
sagte sie im ZDF-Morgenmagazin. Sie sei »ganz klar« der
Meinung, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren
bleiben müsse.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig warnte hingegen die Koalitionsparteien
davor, das Paket mit Expertenempfehlungen zur Rentenreform
wieder aufzuschnüren. »Wenn wir jetzt einen Baustein hier rausziehen,
dann fällt im Zweifel das gesamte Haus der Reform zu Boden«, sagte
Reddig im Deutschlandfunk. Dies gelte sowohl für Forderungen,
die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren beizubehalten, als auch für den
Wunsch, auf die weitgehende Abschaffung von beitragsfreien Minijobs zu
verzichten.
Die CDU-Ministerpräsidenten Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens
hatten vergangene Woche gefordert, auf die geplante Abschaffung der
abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren zu verzichten. CSU-Chef
Markus Söder kritisierte wiederum die Empfehlung der Experten zu
Minijobs. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatte die Union aufgefordert,
ihre Position zu der Frage zu klären.
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