Diese Masche beginnt mit einem vermeintlichen Geschenk: Autofahrer finden einen Geldschein an ihrer Windschutzscheibe – und das Unheil nimmt seinen Lauf. Wie mehrere italienische Medien berichten, klemmen Betrüger einen echten oder gefälschten Fünfziger hinter die Schreibenwischer in der Hoffnung, dass der Fahrer wieder aussteigt, sein Handy und Geldbörse im Auto liegen lässt – leichte Beute.
Steckt der Schlüssel noch im Zündschloss und ist der Fahrer durch den Geldschein abgelenkt, kommt es vor, dass die Gauner gar mit dem Auto wegfahren.
Eine abgewandelte Variante: Betrüger legen eine Wasserflasche in den Radkasten. Beim Anfahren ist ein komisches Geräusch zu hören, der Fahrer steigt aus und die Diebe bedienen sich.
So schützen Sie sich vor Betrügern
So verlockend ein geschenkter 50-Euro-Schein sein mag, gilt: nicht ablenken lassen! Steigen Sie nicht sofort aus dem Auto aus. Fahren Sie stattdessen ein Stück weiter, um die Betrüger abzuschütteln. Dort steigen Sie aus dem Fahrzeug aus, verschließen es und sehen sich erst dann den Geldschein genauer an. Lassen Sie grundsätzlich keine Wertgegenstände sichtbar im Auto liegen. Informieren Sie die Polizei, ganz gleich, ob sie auf die Betrugsmasche hereingefallen sind oder nicht.
Worauf Sie im Italienurlaub achten müssen: Erdbeben und Vulkanausbrüche
In Italien gibt es mehrere aktive Vulkane. Der aktivste, der Ätna auf Sizilien, brach erst Mitte August aus und sorgte für Flugausfälle sowie gestrandete Touristen. Auch auf Malta waren die Folgen zu spüren. Die Phlegräischen Felder in Kampanien gelten als Supervulkan und zeigen immer wieder Veränderungen, die in der Vergangenheit auch Evakuierungen erforderlich machten. Der Vesuv in unmittelbarer Nähe Neapels brach zuletzt 1944 aus und steht weiterhin unter Beobachtung. Zudem liegt Italien im Mittelmeerraum in einer seismisch sehr aktiven Zone. Deshalb kommt es dort immer wieder zu teils schweren Erdbeben. Der italienische Zivilschutz stellt auf seiner Website ausführliche Informationen zu verschiedenen Naturrisiken und den entsprechenden Notfallplänen in englischer Sprache bereit.
Bären sind in der norditalienischen Provinz Trient unterwegs
In der norditalienischen Provinz Trient (Trentino) lebt eine größere Bärenpopulation. Mitte Juli 2024 wurde ein Jogger nördlich des Gardasees von einer Bärin angegriffen und verletzt. Ein Jahr zuvor war ein Jogger nach einer Bärenattacke gestorben. Auch in der Nachbarprovinz Südtirol sind Bären unterwegs, dort jedoch nur vereinzelt.
Das Auswärtige Amt rät Wanderern, in bewaldeten und insbesondere in abgelegenen Gebieten unbedingt entsprechende Hinweisschilder zu beachten.
Welche Gesundheitsgefahren gibt es im Italienurlaub?
In Italien können in den Sommermonaten vereinzelt Chikungunya- und Denguefieber durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen werden; zudem treten saisonal Ausbrüche des West-Nil-Fiebers auf. Im Norden kommt außerdem das Phlebotomus- oder Toskanafieber vor, das durch kleine Sandfliegen übertragen wird und vor allem Kopf- und Gliederschmerzen verursacht.
Schützen Sie sich insbesondere tagsüber und in der Dämmerung vor Mückenstichen, zum Beispiel durch körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Oberteile) und die Verwendung von Insektenschutzmitteln. Es gibt Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, für Reisen nach Italien sind diese in der Regel jedoch nicht erforderlich.
Sollte auf die Reise nach Italien verzichtet werden?
Auch wenn das Auswärtige Amt im Frühling 2026 auf den Hepatitis-Ausbruch in Neapel aufmerksam machte, gibt es bisher keine Reisewarnung oder Empfehlungen, von einer Reise abzusehen. Wer den Koffer für den Urlaub in Italien schon bereitgestellt hat, kann diesen auch weiter packen. Wer sich also achtsam verhält und über Risiken und Impfmöglichkeiten informiert, ist gut beraten.
Wichtiger Hinweis
Für die neuesten Entwicklungen und Hinweise zu Reisen nach Italien informieren Sie sich bitte direkt beim Auswärtigen Amt. Wir aktualisieren diesen Artikel fortlaufend, sobald uns neue Informationen vorliegen.
