Spaniens Spieler und Trainer Luis de la Fuente zeigten sich nach dem Sieg im WM-Finale gegen Argentinien tief bewegt. »Ich bin schon sehr emotional«, sagte de la Fuente und ergänzte: »Wir haben alles gewonnen. Alles. Und das ist wunderschön. Ich bin stolz, stolz auf diese Mannschaft und auf diese Generation, die sich mit dieser Spielidee durchgesetzt hat.«
Auch Mikel Merino konnte sein Glück kaum fassen. »Es ist der Wahnsinn, was wir erreicht haben. Einfach unglaublich«, sagte der Mittelfeldspieler. Torhüter Unai Simón hob derweil die Leistung des gesamten Teams hervor. »Das ist nicht nur das Verdienst des Torhüters«, sagte er. Um eine Weltmeisterschaft zu gewinnen, müsse man dauerhaft »Weltklasse-Niveau« zeigen. Spanien habe sich im Turnierverlauf immer weiter gesteigert und sei seinem Ziel trotz eines zunächst holprigen Starts treu geblieben: »Wir haben weitergemacht, weil wir ins Finale wollten.«
Offensivspieler Nico Williams sprach von einem Erfolg, dessen Tragweite die Mannschaft noch gar nicht vollständig erfasse. »Ich glaube, wir sind uns gar nicht bewusst, was das eigentlich bedeutet, aber wir sind sehr glücklich. Es ist der Wahnsinn«, sagte der Offensivspieler. Der Zusammenhalt sei entscheidend gewesen: »Jeder ist hier, um seinen Beitrag zu leisten, niemand darf sich als kleiner Star aufspielen, wir arbeiten für alle.« Für Williams, der von einem schwierigen Jahr sprach, sei es »der glücklichste Tag meines Lebens«.
Messi in Tränen – Scaloni lässt Zukunft offen
Auf der anderen Seite herrschte tiefe Enttäuschung bei den Argentiniern. Lionel Messi weinte nach der 0:1-Niederlage nach Verlängerung. Mit der Silbermedaille um den Hals ließ der 39-Jährige seinen Emotionen freien Lauf. Der Superstar äußerte sich zunächst nicht über seine Zukunft in der Nationalmannschaft.
Auch Trainer Lionel Scaloni ließ seine Zukunft offen. »Ich werde mit dem Verbandspräsidenten reden, ich weiß nicht, ob ich die Energie habe, es noch einmal anzugehen«, sagte der Argentinier nach dem Abpfiff. Scaloni hatte die Albiceleste 2018 übernommen und 2022 zum dritten WM-Titel der Verbandsgeschichte geführt.
Die Niederlage gegen Spanien nahm der 48-Jährige mit Fassung und Größe hin. Er gratulierte dem Gegner zum verdienten Sieg und dankte anschließend seinen Spielern sowie dem gesamten Land. »Wir haben alles gegeben. So alles zu geben, wie sie es heute getan haben, ist ein großartiges Vorbild für unsere Menschen und für unser Land«, sagte Scaloni noch auf dem Spielfeld. Man verliere, müsse aber wieder aufstehen. »Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber man muss das Ergebnis anerkennen. Wenn man so alles gegeben hat, ist es sehr schwer, irgendetwas vorzuwerfen.«
Später musste Scaloni die Pressekonferenz nach dem Spiel unter Tränen abbrechen. »Es bildet sich kaum noch einmal eine so wunderbare Gruppe wie diese, und es tut mir in der Seele weh«, sagte Scaloni. »Es ist sehr schwer, und es ist wirklich schmerzhaft. Es tut mir sehr leid.« Danach eilte er heftig weinend von der Bühne.
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