Die Kalifornier können im November etwas tun, was noch nie jemand getan hat: den Superreichen per Volksabstimmung eine Vermögensteuer auferlegen. Sie wollen aber nicht so recht.
Am 3. November wählen die Vereinigten Staaten einen neuen Kongress. Doch im bevölkerungsreichsten Bundesstaat steht auf den Stimmzetteln noch etwas anderes: die Frage, ob Kalifornien eine einmalige Abgabe von fünf Prozent auf Milliardenvermögen erheben soll. Proposition 40 heißt der Vorstoß. Bernie Sanders, unabhängiger Senator aus Vermont und eine Leitfigur der amerikanischen Linken, nennt die Abstimmung schon die wichtigste des ganzen Landes. Er und andere Befürworter hoffen, dass ein Sieg in Kalifornien eine Kettenreaktion auslöst und anderswo ähnliche Vorstöße folgen. Umgekehrt fürchten sie, dass eine Niederlage ausgerechnet in dieser Hochburg der Demokraten jedem weiteren Versuch die Luft nehmen könnte.
