Nach dem Einzug Spaniens ins Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft rücken in den internationalen Medien Siegtorschütze Mikel Merino und Belgiens unglücklicher Ersatztorwart Senne Lammens in den Mittelpunkt. In Spanien feiert die Presse den späten Sieg als nächsten Schritt Richtung Titelchance.
Die Marca sieht im verletzungsbedingten Ausfall von Torhüter Thibaut Courtois den Wendepunkt der Partie: »Courtois’ Sturz als Schlüssel zum spanischen Triumph bei der WM 2026.« AS würdigt hingegen den Torschützen: »Zwei Minuten Merino sind eine ganze Menge.« Auch Mundo Deportivo schreibt: »Spanien hat wieder einmal Glück, dass der Heilige Merino auftaucht, um ins Halbfinale zu kommen.« El País titelt: »Der nächste Tanz von Merino trägt Spanien nach dem Sieg gegen Belgien ins Halbfinale gegen Frankreich.«
In Belgien überwiegt dagegen die Enttäuschung über das unglückliche Ausscheiden. De Standaard urteilt, die Nationalmannschaft sei nach einer »zwar nicht unlogischen, aber durchaus vermeidbaren 2:1-Niederlage gegen Spanien« ausgeschieden.
»Wieder einmal war es der großartige Moment von Mikel Merino«
Ähnlich wird die Partie auch in Frankreich bewertet. L’Équipe schreibt in Bezug auf die Spitznamen der Nationalmannschaften von Frankreich und Spanien, die im Halbfinale gegeneinander antreten werden: »Les Bleus erwartet La Roja.« Der verletzungsbedingte Ausfall von Courtois sei den Belgiern zum Verhängnis geworden, »die nach einer starken Leistung durch einen Fehler ihres zweiten Torhüters im Stich gelassen wurden«. Le Parisien sieht eine »dominierende La Roja«, die bis zur 88. Minute habe warten müssen, ehe »ein Fehler von Senne Lammens den Unterschied« gemacht habe. Le Figaro hebt hervor, Spanien habe Belgien erst »in letzter Minute« besiegt. »Nachdem die spanische Abwehr ihre weiße Weste eingebüßt hatte, tat sie sich nach der Pause schwerer, die belgischen Konter abzuwehren.«
Auch in den angloamerikanischen Medien stehen das späte Siegtor und der Torwartfehler im Fokus. Die New York Times schreibt: »Spanien nutzt einen Fehler aus, um Belgien aus dem Turnier zu werfen, und sorgt damit für einen Blockbuster gegen Frankreich.« The Telegraph urteilt: »Lammens’ Fehler besiegelt Belgiens Ausscheiden, während Merino Spanien ins WM-Halbfinale schießt.« Der Guardian erinnert daran, dass Merino schon bei der Europameisterschaft 2024 sowie im WM-Achtelfinale spät zur Stelle war: »Wieder einmal war es der großartige Moment von Mikel Merino«, schreibt die Zeitung.
In Italien formuliert die Gazzetta dello Sport besonders drastisch: »Courtois verletzt sich, sein Ersatz kommt ins Spiel und richtet ein Desaster an.« Die österreichische Krone lenkt den Blick stärker auf Spaniens Perspektive im Turnier und schreibt: »Europameister Spanien darf weiter vom zweiten WM-Titel träumen.«
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