Manchester City ist wegen schwerwiegender Verstöße gegen Finanzregeln offiziell für schuldig befunden worden. Der Klub sei in allen Anklagepunkten im Zusammenhang mit den Finanzregeln schuldig, zudem in den meisten Punkten in Bezug auf die mangelnde Kooperation bei den Ermittlungen, teilte die höchste englische Profiliga Premier League mit. Der Schuldspruch ist das Ergebnis der vierjährigen Untersuchung durch eine unabhängige Kommission. Über die Sanktion gegen City wird in einer gesonderten Anhörung entschieden.
Der Verein kann gegen die Feststellungen Berufung einlegen. In einer Stellungnahme kündigte ManCity an, die zur Verfügung stehenden Rechtsmittel auszuschöpfen. Man sei enttäuscht und überrascht – der Klub sei »unschuldig hinsichtlich der von der Liga erhobenen Vorwürfe«. Die Premier League kündigte an, den Rest des Verfahrens zügig voranzutreiben, um Liga, Fans und Vereinen Klarheit zu verschaffen.
Am Freitag waren die Vorwürfe gegen den zehnmaligen englischen Meister erstmals an die Öffentlichkeit gelangt. The Athletic berichtete, City sei in 114 von 115 Anklagepunkten schuldig. Die Vorwürfe betreffen die Geschäfts der Klubbesitzer aus Abu Dhabi, die City 2008 übernommen hatten. Konkret geht es um den Zeitraum von 2009 bis 2018.
ManCity habe unter anderem durch »Scheinverträge« mit Sponsoren die Einnahmen künstlich erhöht und seine Kosten gesenkt, teilte die Premier League mit. Laut der unabhängigen Kommission handelte es sich um eine Summe von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro.
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