Forscher haben durch Analyse von Erbgut aus Mumien in Chile die Verbreitung der Pocken nachvollzogen. Demnach wurde die Krankheit in der Kolonialzeit eingeschleppt.
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Durch Analysen von Pocken-Erbgut aus Mumien in Chile haben Forschende den bisher eindeutigsten Nachweis dafür geliefert, dass die Krankheit von Europa nach Amerika gebracht worden ist. »Diese Entdeckung liefert den ersten molekularen Nachweis dafür, dass die Pocken während der Kolonialzeit (…) eingeschleppt wurden«, fasste Shigeki Nakagome vom Trinity College Dublin die Forschungsergebnisse zusammen. Die Erkenntnisse stützen bisherige Annahmen zur Ausbreitung der Infektionskrankheit.
Das Forschungsteam aus Irland, Chile und Japan hatte nach eigenen Angaben die ersten Pockengenome aus der Kolonialzeit, die in Amerika gewonnen worden waren, analysiert. Es habe dafür zwei mumifizierte Leichen indigener Menschen untersucht, die zwischen dem späten 15. und frühen 17. Jahrhundert im Norden Chiles bestattet worden waren, heißt es in der Pressemitteilung der irischen Universität.
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