
Die Salzburger Festspiele haben sich für einen neuen Intendanten entschieden. Wie das Kuratorium dem Österreichischen Rundfunk auf dessen Anfrage hin am Mittwochnachmittag bestätigte, wird der belgische Dramaturg und Kulturmanager Peter de Caluwe die Nachfolge der Interimsintendantin Karin Bergmann antreten, die im März ihrerseits das Amt vom beurlaubten Markus Hinterhäuser übernommen hatte. Laut übereinstimmenden Medienberichten waren zuvor Verhandlungen mit einer Doppelspitze aus dem Regisseur Barrie Kosky und der amtierenden Amsterdamer Opernintendantin Sophie de Lint gescheitert. De Caluwe soll nun alleiniger Intendant werden.
Peter de Caluwe wurde 1963 in Dendermonde geboren, studierte Literatur- und Theaterwissenschaft an den Universitäten von Gent, Brüssel und Antwerpen und wurde bereits 1986 von Gerard Mortier ans Théâtre Royal de la Monnaie nach Brüssel eingeladen, um dort als Dramaturg zu arbeiten, sich um Pressebeziehungen und Jugendprojekte zu kümmern. Im Jahr 1994 wurde er Besetzungschef des Opernhauses, kurz danach dessen künstlerischer Leiter. Von 2007 bis 2025 stand er dem Haus als Generalintendant vor.
In seiner Zeit in Brüssel wurde die Monnaie 2011 vom Magazin „Opernwelt“ zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt und hielt ihren Ruf, eines der wichtigsten Opernhäuser Europas zu sein, den sie sich unter der Leitung von Gerard Mortier, Bernd Loebe und Bernard Foucroulle erarbeitet hatte.
Wie den Medienberichten ebenfalls zu entnehmen ist, wurde in Salzburg der Vertrag von Kristina Hammer als Festspielpräsidentin ebenfalls verlängert. Insgesamt hatten sich 48 Personen um die beiden ausgeschriebenen Direktoriumsstellen – die Intendanz und die Präsidentschaft der Festspiele – beworben.
