Nach zweitägigen
Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr fahren in den meisten Regionen Deutschlands
die Busse, U-Bahnen und Trams wieder. Offiziell endete der Streik in dieser
Nacht. Die Gewerkschaft Ver.di hatte zu dem Arbeitskampf aufgerufen. Einige
Nahverkehrsunternehmen könnten aber auch an diesem Sonntag noch von Ausständen
betroffen sein. Züge der Deutschen Bahn und S-Bahnen im Fern- und Regionalverkehr fahren regulär.
In Berlin rollte der
ÖPNV am frühen Morgen gegen 3 Uhr Schritt für Schritt wieder an. Der Verkehr
von U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen starte wie geplant, teilten die Berliner
Verkehrsbetriebe mit. Die BVG-Linien seien damit wieder ohne streikbedingte
Einschränkungen unterwegs.
Es könnte weitere Streiks geben
In den meisten
Regionen war es der zweite Warnstreik während der laufenden Tarifrunde. Bereits
Anfang Februar stand der Nahverkehr für 24 Stunden nahezu bundesweit still.
Vom Warnstreik
ausgenommen waren in den vergangenen Tagen Niedersachsen und Baden-Württemberg.
In Niedersachsen gilt noch bis Ende März eine Friedenspflicht, in
Baden-Württemberg könnte es nächste Woche zu Warnstreiks kommen.
Ver.di verhandelt
in allen 16 Bundesländern gerade um bessere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft fordert etwa kürzere
Wochenarbeits- und Schichtzeiten für ÖPNV-Beschäftigte. Außerdem will die Dienstleistungsgewerkschaft
längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit
durchsetzen. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der
Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Ein Ende des
Tarifkonflikts ist derzeit noch nicht in Sicht – Warnstreiks bleiben damit
weiter möglich.
