Drei Zahlen: Mit 103 Kilometern pro Stunde rauscht Franjo von Allmen auf den San-Pietro-Sprung zu. 53 Meter weit fliegt er. Als er landet, messen die Sensoren 109 Kilometer pro Stunde. Sofort geht er in die Abfahrtshocke. “Ein bisschen mulmig ist mir bei solchen Sprüngen schon”, sagt er nach dem Rennen mit einem Grinsen. “Ich weiß, wie ich es kontrollieren kann.”

Das ist Franjo von Allmen. Wenn der 24-Jährige nicht stürzt oder sein riskanter Fahrstil ihn zu spektakulären Manövern zwingt, ist er in der alpinen Königsdisziplin schwer zu schlagen. Heute ist so ein Tag, heute gewinnt er die erste Goldmedaille dieser Olympischen Spiele