In Niger haben Soldaten gegen die Militärregierung gemeutert und mehrere Ziele in Niamey angegriffen. Die Armee gibt an, die Lage wieder unter Kontrolle zu haben.
© Mahamadou Hamidou/REUTERS
Im westafrikanischen Sahel-Staat Niger haben meuternde Soldaten in der Nacht in der Hauptstadt Niamey mehrere Ziele angegriffen. Einer im Staatsfernsehen verlesenen Mitteilung des Verteidigungsministeriums zufolge setzten die Aufständischen zunächst Kameraden auf einem Militärstützpunkt am internationalen Flughafen fest. Anschließend weiteten sie ihre Angriffe aus. Im Laufe der Nacht waren Schüsse und Explosionen zu hören. Nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur dpa dauerten die Unruhen rund sechs Stunden an.
Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Streitkräfte hätten die Angriffe eindämmen und die Kontrolle über die betroffenen Orte wiedererlangen können. Ein Militäroffizier sagte der dpa, die Aufständischen hätten den Flughafen und zeitweise auch das Gebäude des staatlichen Fernsehsenders eingenommen. Sicherheitskräfte hätten den Präsidentenpalast verteidigen können. Der Sendebetrieb des Fernsehsenders war mehrere Stunden unterbrochen, in Teilen der Hauptstadt fiel der Strom aus.
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