Frankreichs Regierung hat Vorwürfe der Verwicklung in einen Aufstand im Niger zurückgewiesen. »Das sind reine Fantasien«, sagte Außenminister Jean-Noël Barrot zu den Vorwürfen des Ministerrates im Niger. Frankreich habe niemals dazu »die Absicht« gehabt. Es seien auch keine »Mittel« mobilisiert worden, um eine solche Meuterei anzufachen.
Am vergangenen Wochenende hatte die Junta im Niger mithilfe Russlands einen Aufstand meuternder Soldaten niedergeschlagen. Die Aufständischen hatten den Präsidentenpalast und weitere Ziele in der Hauptstadt Niamey angegriffen. An dessen Flughafen befindet sich das Hauptquartier des russischen sogenannten Afrika-Corps.
Das staatliche Fernsehen in dem westafrikanischen Land hatte eine französische Verwicklung angedeutet, ohne dies zu belegen. Zudem teilte der Ministerrat mit, dass der Aufstand von einem großen Netzwerk unter der Führung Frankreichs angestachelt worden war. Frankreichs Außenminister Barrot sagte, dies seien »wie gewöhnlich« Versuche, mit dem Finger auf Frankreich zu zeigen, um Paris eine Verantwortung zuzuweisen, die »ganz einfach nicht existiert«.
Niger war von 1922 bis 1960 eine französische Kolonie. Bis Ende 2023 hatte Frankreich sogenannte Anti-Terroreinheiten in dem Land stationiert. Nach Druck der herrschenden Junta hatten diese das Land aber verlassen. Die russischen sogenannten Afrika-Corps gewinnen immer mehr an Einfluss.
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