Der Energieexperte Andreas Schröder vom Marktanalysehaus ICIS hat angesichts des Niedrigwassers auch vor Kraftwerksausfällen in Deutschland gewarnt. »Ich fürchte, dass wir auch in Deutschland zu Kraftwerksausfällen
oder zumindest Drosselungen kommen können«, sagte Schröder dem Deutschlandfunk.
Kohlekraftwerke seien von Lieferungen mit Schiffen über Flüsse und Kanäle abhängig, sagte Schröder mit Blick auf Kraftwerke im Süden des Landes. Das Niedrigwasser beeinträchtige solche Lieferungen derzeit. Außerdem müssten auch Kohle- und Gaskraftwerke gekühlt werden.
Der niedrige Wasserstand der Donau hatte zuletzt für teils erhebliche Ausfälle bei der Stromproduktion in
Mitteleuropa gesorgt. In Österreich, Rumänien und Ungarn mussten Wasser- und
Atomkraftwerke ihre Stromproduktion drosseln oder sogar vorübergehend
einstellen, nachdem die Wasserstände teils historische Tiefstwerte
unterschritten haben. Auch in Frankreich musste wegen Niedrigwasser die Leistung vieler Atomkraftwerke gedrosselt werden.
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