US-Präsident Donald Trump hat sich US-Medienberichten zufolge auf ein Atomabkommen mit Saudi-Arabien geeinigt. Die Vereinbarung könnte es dem Königreich ermöglichen, Uran im Rahmen eines zivilen Atomprogramms anzureichern, wie die New York Times sowie die Nachrichtenagenturen Reuters und AP unter Berufung auf nicht namentlich genannte Regierungsvertreter berichten. Zuerst hatte das Wall Street Journal die Sache gemeldet.
Wie die New York Times berichtet, erhofft sich die US-Regierung insbesondere vor dem Hintergrund des Irankriegs eine Annäherung an Saudi-Arabien sowie Aufträge in Milliardenhöhe für die Nuklearindustrie in den Vereinigten Staaten. Auch der Bau einer Urananreicherungsanlage in Saudi-Arabien soll unter bestimmten Auflagen ermöglicht werden.
Die Vereinbarung soll den Informationen zufolge eine Laufzeit von 30 Jahren haben und bereits am heutigen Mittwoch öffentlich bekanntgegeben werden. Kurz darauf sollen dem US-Kongress die Einzelheiten der Vereinbarung vorgelegt werden.
Saudi-Arabien ist für die USA von strategischer Bedeutung
Über ein Abkommen dieser Art wird bereits länger gesprochen. Zahlreiche Demokraten und auch einige Republikaner hatten darauf bestanden, dass ein Abkommen mit Saudi-Arabien besondere Schutzklauseln enthalten müsse, die etwa Atominspektionen erlauben würden. Laut den Nachrichtenagentur Reuters sollen solche Klauseln allerdings nicht enthalten sein.
Saudi-Arabien ist für die USA von großer strategischer Bedeutung. Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit ein Zeichen gesetzt, als er für seine erste Auslandsreise nach Amtsantritt Saudi-Arabien besuchte. Auch zu Beginn seiner zweiten Amtszeit reiste Trump erneut in das Land und schloss ein Rüstungsabkommen in Milliardenhöhe.
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