Für den deutschen Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Christian Eckerlin ist der groß angekündigte Auftritt im Frankfurter Stadion in der Nacht auf Sonntag mit einer brachialen Niederlage zu Ende gegangen. Der aufgrund seiner Verbindungen zu der Rockerbande Hells Angels umstrittene Star der deutschen MMA-Szene unterlag im Hauptkampf seinem tschechischen Gegner David Kozma bereits in der ersten Runde und klopfte nur wenige Sekunden vor dem Pausengong infolge eines Würgegriffs ab.
Kozma, der von 2018 bis 2022 den Titel im Weltergewicht (bis 77 Kilogramm) der Veranstalterorganisation Oktagon innehatte, übte von Beginn an Druck auf Eckerlin aus und brachte den 39-jährigen Hessen nach rund einer Minute mühelos zu Boden. Von dort aus wechselte Kozma in den Bodenkampf und errang sich eine dominante Position, aus der er schließlich einen von hinten angesetzten Würgegriff ausführen konnte. Für Eckerlin war es die dritte Niederlage in vier Kämpfen.
Im Anschluss an den jüngsten Misserfolg forderte Eckerlin in einem Interview einen Kampf gegen Stuttgarter MMA-Kämpfer Christian Jungwirth: „Ich hab mich immer zurückgehalten, aber heute lass ich alles raus: Die Gurke soll kommen nächstes Jahr!“ Jungwirth, der wie Eckerlin eine kriminelle Vergangenheit hat, trat ebenfalls am selben Abend an und unterlag dem Lokalmatador Max Coga nach drei blutigen Runden durch Punkteentscheidung.
Für Eckerlin und Jungwirth wäre es das zweite Aufeinandertreffen. Die beiden lockten in ihrem Kampf vor zwei Jahren 60.000 Fans in das Frankfurter Stadion und stellten damit einen neuen Zuschauer-Rekord für MMA-Events in Europa auf. Damals konnte Eckerlin den Kampf nach fünf Runden per Punktrichter für sich entscheiden.
