Die Preise für Neuvermietungen in Deutschland sind gestiegen. Nach Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) stiegen die
Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern im zweiten Quartal um 3,2
Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
In den sogenannten Top-7-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt am Main, die für die Immobilienwirtschaft als besonders wichtig gelten, fiel der Anstieg mit 1,5 Prozent geringer aus als im bundesdeutschen Schnitt. Düsseldorf verzeichnet hier mit 3,5 Prozent den stärksten Anstieg, in Berlin stiegen die Mieten dagegen nur um 0,6 Prozent. Der Deutsche Gewerkschaftsbund teilte kürzlich mit, dass die Mieten in den 40 größten deutschen Städten in den
vergangenen zehn Jahren um 51 Prozent gestiegen seien.
In Deutschland fehlen geschätzt rund eine Million Wohnungen. Zugleich
wird oft auf dem Land gebaut, während in Ballungsräumen die Nachfrage
das Angebot bei weitem übersteigt.
Im VDP sind rund 50 Immobilienfinanzierer zusammengeschlossen, darunter Deutsche Bank, Commerzbank, Bausparkassen und Sparkassen. Die Daten beruhen auf realen Vertragsabschlüssen von mehr als 700 Banken und gelten als belastbar.
Kaufpreise für Wohnimmobilien steigen in Hamburg am stärksten
Auch die Immobilienpreise sind nach Angaben des Verbands im zweiten Quartal gestiegen, und zwar um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal. Hier war der Anstieg in den Top-7-Städten mit 2,1 Prozent etwas höher als im Schnitt. Dabei ging es am kräftigsten in Hamburg nach oben (3,8 Prozent), gefolgt
von Köln (2,5 Prozent), Frankfurt und Düsseldorf (je 2,4 Prozent). Am
Ende standen Berlin und Stuttgart mit 1,6 Prozent bzw. 0,7 Prozent. Noch
im ersten Quartal hatten sich Wohnungen und Häuser in den Metropolen
teils um mehr als 4,0 Prozent verteuert.
Die Preise für Büro- und Einzelhandelsimmobilien sanken dagegen nach Angaben des VDP um 1,2 beziehungsweise 0,2 Prozent. Erwartungsgemäß reagiere der Gewerbeimmobilienmarkt stärker und
unmittelbarer als der Wohnimmobilienmarkt auf geopolitische Entwicklungen, sagte CDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt.
