
Der Gründer von Deutschlands größtem Glücksspielkonzern Merkur, Paul Gauselmann, ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 91 Jahren, wie die Merkur Group im ostwestfälischen Espelkamp mitteilte. Er habe nach dem Zweiten Weltkrieg aus einem Einmannbetrieb einen international tätigen Konzern mit rund 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von rund 2,1 Milliarden Euro aufgebaut, hieß es. Gauselmann hinterlässt den Angaben zufolge seine Ehefrau, vier Söhne, neun Enkel und sieben Urenkel.
Gauselmann wurde mehrfach geehrt
Um den Fortbestand der Gruppe zu sichern, wurden die Firmenanteile der gesamten Gauselmann-Familie den Angaben zufolge 2016 in die Gauselmann-Familienstiftung eingebracht, die alleinige Eigentümerin der Merkur Group ist. Erst 2024 war Gauselmann dann aus der Konzernspitze ausgeschieden. Er habe es sich aber nicht nehmen lassen, noch eine lange Zeit dienstags und donnerstags ins Büro zu kommen, um das Tagesgeschäft zu begleiten, hieß es in einem Nachruf seiner Firma.
2003 wurde Gauselmann mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet, 2004 erhielt er die Ehrenbürgerwürde der Städte Espelkamp und Lübbecke. Gauselmann war außerdem 28 Jahre lang Vorstandsvorsitzender des Verbands der Deutschen Automatenindustrie.
Merkur betreibt Spielhallen (Spielotheken) und Spielbanken, außerdem stellt die Gruppe Automaten her und entwickelt Spiele, die auf Zufall basieren. Die Firma ist auch im Sportwetten-Geschäft tätig.
