
Es gibt viele Gründe, über Max Verstappen und seine Gokart-Gaudi gegen 100 Promis der Güteklassen A bis Z kein Wort zu verlieren. Die Idee des Sponsors, der Verstappens Formel-1-Rennstall und sonstige Abenteuerlichkeiten finanziert, hatte ja weniger mit Motorsport zu tun als mit einem Mordsspaß, wie ihn Stefan Raab zu seinen besseren TV-Zeiten veranstaltete.
Anders als früher die „Wok-WM“ ließ sich nach dem Rennen „Max gegen 100“ jedoch eine Botschaft finden. Sie richtet sich an uns alle und lautet: Haltet euch nicht für was Besseres! Für den als Letzten gestarteten Verstappen war es ein Klacks, die 100 Sonntagsfahrer schon nach der Hälfte der vorgegebenen Strecke zu überholen.
Welch eine Lektion für all die Müllers, Meiers und Schulzes, die ständig behaupten: Kann ich auch! Irgendwie glauben sie, dass es Alexander Zverev auf seinem Weg zum US-Open-Sieg kaum mit besseren Gegnern zu tun bekam als sie selbst neulich in der Kreisoberliga.
Befördert wird so ein Unsinn von einem Klub wie der VSG Altglienicke, die auf sich aufmerksam machen will und einen 49 Jahre alten Schauspieler in ihr Fußball-Regionalligateam holte. Auch dieser Versuch, den dicken Max zu markieren, wird scheitern. Was Profisportler können, können nur Profisportler.
