
Ausgerechnet das Wetter bremst den Klimaschutz aus. Denn die Zukunft, von der hier die Rede sein soll, ist eine elektrische, weitgehend frei von Kohle und Gas. Sonne, Wasser und Wind haben den Großteil der Stromerzeugung übernommen. Doch es bleibt ein Problem: Wenn das Wetter nicht mitspielt, sich in einem trockenen, kalten Winter der Himmel verdüstert und der Wind nicht weht, nutzt es nichts, in zusätzliche Erzeugungskapazität zu investieren. Gaskraftwerke und Batteriespeicher, Antagonisten der gegenwärtigen politischen Diskussion, können Dunkelflauten überbrücken. Unbeachtet bleibt oft, dass es einen dritten technischen Weg gibt, die Wetterabhängigkeit zu mildern: Strom über weite Distanzen auszutauschen. Dass ganz Europa gleichzeitig unter einer Dunkelflaute leidet, kommt sehr selten vor.
