In der AfD-Bundestagsfraktion wird das Zeigen des Hitlergrußes nach Aussage des Parlamentarischen Geschäftsführers Stephan Brandner nicht geduldet. Im Podcast Berlin Playbook des Portals Politico beantwortete Brandner die Frage danach, ob ein AfD-Abgeordneter, der die verbotene Geste zeigt, noch einen Platz der Fraktion hätte, mit: »Das würde eng, natürlich.« Der Hitlergruß solle »selbstverständlich nicht« gezeigt werden.
Hintergrund sind Vorwürfe gegen den Bundestagsabgeordneten und Chef der als rechtsextrem eingestuften AfD Sachsen-Anhalt, Martin Reichardt. Der Politico-Podcast Inside AfD berichtet über ein Foto aus dem Jahr 2020, auf dem Reichardt mit erhobenem Arm zu sehen ist. Offenbar handelt es sich dabei allerdings um den linken Arm.
Reichardt bestreitet, dass er auf dem Foto beim Zeigen eines Hitlergrußes zu sehen sei: »Dieses Foto stellt keinen Hitlergruß dar«, entgegnete er in einer Bundestagsdebatte auf Zwischenfragen der Union am Mittwoch. Dabei ließ Reichardt allerdings die Frage offen, ob das Foto echt ist. Ein Sprecher der AfD Sachsen-Anhalt sagte der Nachrichtenagentur dpa: »Die fragliche Geste war kein ›Hitlergruß‹, sondern ein angedeuteter Ritterschlag.«
Fraktions-Geschäftsführer Brandner sprach von einer »ungünstigen Fotosituation«. Auch andere Politiker würden in ähnlichen Posen fotografiert. »Wenn Sie den Arm mal in der falschen Richtung heben (…) jedes Winken können Sie dazu machen«. Zudem sagte Brandner, er wisse nicht, ob Reichardt den linken Arm hebe oder das Bild seitenverkehrt sei. Man müsse »nicht jede ungünstige Fotoeinstellung skandalisieren«.
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