Womöglich war Mario Voigt der für lange Zeit letzte Christdemokrat, der sich im Osten gegen die AfD durchgesetzt hat: Der Sachsen-Anhalt-Schock ist noch frisch, als Voigt, seit 2024 Ministerpräsident in Thüringen, die ZEIT in seinem Büro im Erfurter Landtag empfängt. Wobei gewonnen hat Voigt auch seine Landtagswahl nicht: Die CDU kam nur auf Platz zwei – und Voigts Koalition mit SPD und BSW im Landtag schaffte nur ein Stimmen-Patt mit AfD und Linken. Inzwischen hat sich die Wagenknecht-Partei noch mal gespalten, Voigts Mehrheit ist weiter geschrumpft. Und die Umfragen in Thüringen sehen kaum besser aus als die neuen Verhältnisse in Magdeburg. Es gibt also einiges zu besprechen.
