Es ist dieser Tage nicht leicht, Marina Mahler zu fassen zu kriegen, aber wenn es gelingt, öffnen sich Welten. Dann glaubt man, ihren berühmten Großeltern in einer Person gegenüberzusitzen, dem Komponisten Gustav Mahler und seiner Frau Alma. Von der Großmutter hat Marina die tiefdunkelblauen Augen, vom Großvater den zarten Körperbau. Als die Enkelin 1943 in London geboren wurde, war der Komponist seit mehr als 30 Jahren tot, und Alma lebte, von Künstlern und Intellektuellen umringt, fernab im kalifornischen Exil. In ihrer Familie, sagt Marina Mahler, seien die Frauen oft stark und die Männer oft abwesend.
