Im Zuge eines Manipulationsskandals an der Börse sind in der Türkei mehrere Menschen festgenommen worden. Wie Finanzminister Akın Gürlek auf X mitteilte, wurden im Rahmen der Ermittlungen mindestens 45 Personen festgenommen, darunter Führungskräfte von Investmentfirmen. Zudem sei das Vermögen von 42 privaten Personen, 18 Fonds und 46 juristischen Personen eingefroren worden.
Der Börsenskandal beschäftigt die türkischen Behörden seit Mitte September. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft ermittelt dazu unter anderem wegen Betrugs, Verstößen gegen das Kapitalmarktgesetz und Gründung einer kriminellen Vereinigung, sagte Gürlek.
Zuvor liquidierte die türkische Kapitalmarkbehörde SPK der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge 131 Investmentfonds, in denen Medienberichten zufolge Vermögenswerte in Milliardenhöhe gebunden waren. Untersucht wird nun, ob die Fondsbewertungen an der Börse künstlich aufgebläht wurden, um höhere Gewinne zu erzielen. Mehr als 455.000 Anleger sind Anadolu zufolge betroffen, darunter auch zahlreiche Kleinanleger.
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