
Trump ordnet Rückkehr zu Dampfkatapulten auf Flugzeugträgern an
Bei Dampfkatapulten wird das besonders stabile Bugfahrwerk des Flugzeugs in einen Schlitten auf dem Flugdeck eingehängt und das Flugzeug dann per Dampfdruck innerhalb weniger Sekunden extrem beschleunigt.
Vertreter der Marine und der Rüstungsindustrie lehnen die Rückkehr zu Dampfkatapulten ab. Grund sind die enormen Kosten für den Ausbau eines derart komplexen Systems, das integraler Bestandteil der Konstruktion der Ford-Klasse ist. Im Februar pries die Marine den Erfolg der elektromagnetischen Katapulte (EMALS). Sie erklärte, diese Systeme ermöglichten es dem Flugzeugträger, Flugzeuge in höherer Frequenz zu starten und zu landen als die Flugzeugträger der Vorgängerklasse.
Trump hingegen kritisierte das elektromagnetische Katapultsystem schon häufig. Es sei teurer und weniger effektiv als die traditionellen Dampfkatapulte. „Sie haben Milliarden Dollar mehr für elektrische Katapulte ausgegeben, und sie sind nicht gut“, sagte Trump im vergangenen Monat auf einem Verteidigungsgipfel in Pennsylvania. Trump hatte schon vor fast zehn Jahren – nach dem Besuch eines Schiffes und der Begegnung mit einem Matrosen, der die Dampfkatapulte lobte – gesagt, man solle zur Dampftechnik zurückzukehren.
Der Hersteller des EMALS-Systems, General Atomics, forderte eine sorgfältige Überprüfung der Entscheidung. Da die Produktion bereits zu fast 50 Prozent abgeschlossen sei, berge ein Kurswechsel erhebliche Risiken für Kosten, Zeitplan und Integration, teilte das Unternehmen mit.
Trumps neue Anordnung erlaubt es zudem ausländischen Schiffsbauern, die dauerhaft und in erheblichem Umfang in US-Werften investiert haben, vorübergehend bis zu zwei Schiffe in ihren Heimatwerften zu bauen. Damit sollen Lücken in der Flotte schnell geschlossen werden.
