
Schulze bezeichnet Gerüchte über Kanzlertausch als „Unsinn“
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat Spekulationen über eine Ablösung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zurückgewiesen. „Dieses Gerücht, was da jetzt durch die Medien in Berlin verbreitet wird, das ist Unsinn“, sagte Schulze am Freitag dem MDR. Er sitze auch in den Parteigremien, in denen angeblich über die Möglichkeit eines Kanzlerwechsels diskutiert worden sein soll. Die Berichte darüber seien „eine Ente“.
Mehrere Medien hatten Anfang der Woche über angebliche Überlegungen in der CDU berichtet, Kanzler Friedrich Merz durch einen anderen CDU-Politiker zu ersetzen. Dabei wurde auf den Reformstau und schlechte Umfragewerte verwiesen. Als möglicher Kandidat, um Merz zu ersetzen, wurde unter anderem der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) genannt.
Schulze räumte ein, dass es Kritik an der Bundesregierung gebe, etwa wegen der im Bundesrat gescheiterten 1000-Euro-Entlastungsprämie oder beim Thema Rente. Er sei jemand, der als Ministerpräsident oder im CDU-Präsidium dem Kanzler durchaus widerspreche, sagte Schulze. „Das heißt aber nicht, dass man den Kanzler in seiner Person in Frage stellt oder dass irgendjemand hier in Deutschland vorhat, ihn zu stürzen.“ Dies sei „so nie diskutiert“, worden, „auch nicht in internen Kreisen“.
